Mit Hantel- und Krafttraining abnehmen

25. Januar 2025 | Kraft

« Ist das wirklich effektiv? »

Wenn Sie vor­ha­ben, ein paar Pfunde zu ver­lie­ren und etwas Hüft­gold abzu­bauen, denken Sie wahr­schein­lich zuerst an Car­dio­ein­hei­ten auf dem Lauf­band, Heim­trai­ner oder auf dem Cross­trai­ner. Doch wussten Sie, dass Hantel- und Kraft­trai­ning genauso effek­tiv zum Abneh­men sein können? Auch wenn diese Trai­nings­for­men oft mit Mus­kel­auf­bau in Ver­bin­dung gebracht werden, helfen sie Ihnen nicht nur, stärker zu werden, sondern auch dabei, Fett zu ver­bren­nen und lang­fris­tig Gewicht zu ver­lie­ren. In diesem Artikel erfah­ren Sie, warum Han­tel­trai­ning eine per­fekte Ergän­zung zu Ihrem Abnehm-Plan ist und wie Sie durch die rich­tige Kom­bi­na­tion aus Kraft­trai­ning, Ernäh­rung und etwas Cardio Ihre Ziele schnel­ler und nach­hal­ti­ger errei­chen können.

Welches Training ist zum Abnehmen ideal?

Möchten Sie Gewicht ver­lie­ren, müssen Sie sich nicht zwin­gend zwi­schen Aus­dauer- und Han­tel­trai­ning ent­schei­den. Beide Trai­nings­for­men bieten Vor­teile, die sich perfekt ergän­zen können. Viele unter­schät­zen jedoch die Rolle von Han­tel­trai­ning beim Abneh­men, da man diese Trai­nings­form häufig mit Mus­kel­auf­bau und weniger mit Gewichts­re­duk­tion in Ver­bin­dung bringt. Dabei stei­gert Han­tel­trai­ning nicht nur den Kalo­rien­ver­brauch während der Trai­nings­ein­heit, sondern führt auch lang­fris­tig zu einem höheren Grund­um­satz. Der Aufbau von Mus­kel­masse sorgt dafür, dass der Körper auch im Ruhe­zu­stand mehr Kalo­rien ver­brennt. Kom­bi­nie­ren Sie Aus­dauer- und Han­tel­trai­ning, erzie­len Sie beson­ders effek­tive Ergeb­nisse und beschleu­ni­gen Ihre Abnehm­er­folge.

Mit Hantel- und Krafttraining abnehmen

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Warum Abnehmen mit Hanteln funktioniert

Regel­mäs­si­ges Han­tel­trai­ning hilft Ihnen dabei, Mus­kel­masse während einer Diät mit Kalo­rien­de­fi­zit zu erhal­ten. In einer Diät baut der Körper in der Regel keine zusätz­li­che Mus­ku­la­tur auf. Statt­des­sen sorgt das Kraft­trai­ning dafür, dass Sie den Verlust von Muskeln ver­hin­dern, der oft durch das Kalo­rien­de­fi­zit während des Abneh­mens ver­ur­sacht wird. Muskeln sind ener­gie­in­ten­siv, weshalb Ihr Körper mehr Kalo­rien ver­brennt, selbst wenn Sie sich nicht aktiv bewegen. Durch das Erhal­ten Ihrer Mus­ku­la­tur bleibt Ihr Grund­um­satz an Kalo­rien hoch, was den Abnehm­er­folg unter­stützt und es Ihnen erleich­tert, das Gewicht lang­fris­tig zu halten.

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Im Ver­gleich zum Aus­dau­er­trai­ning hat Kraft­trai­ning einen wei­te­ren Vorteil: Ihre Muskeln ver­bren­nen auch nach dem Trai­ning wei­ter­hin Kalo­rien. Beim Aus­dau­er­trai­ning erfolgt der Kalo­rien­ver­brauch haupt­säch­lich während der Trai­nings­ein­heit, während Kraft­trai­ning diesen Effekt auch über den Zeit­raum nach dem Trai­ning hinaus auf­recht­erhält. Grund dafür ist der soge­nannte EPOC-Effekt (Excess Post-Exer­cise Oxygen Con­sump­tion), auch bekannt als „Nach­brenn­ef­fekt“. Dieser Effekt tritt auf, weil der Körper nach einer inten­si­ven Kraft­trai­nings­ein­heit mehr Energie benö­tigt, um sich zu erholen und ver­schie­dene Pro­zesse wie den Abbau von Laktat, die Repa­ra­tur der Muskeln und das Auf­fül­len der Gly­ko­gen­spei­cher durch­zu­füh­ren. Dadurch bleibt der Kalo­rien­ver­brauch auch nach dem Trai­ning über mehrere Stunden bis zu einem Tag hinweg erhöht. Der grösste Teil des zusätz­li­chen Kalo­rien­ver­brauchs pas­siert in den ersten Stunden nach dem Trai­ning, aber auch danach ver­brennt der Körper noch mehr Kalo­rien als im Ruhe­zu­stand. Dieser Nach­brenn­ef­fekt trägt somit erheb­lich zur Fett­ver­bren­nung und dem lang­fris­ti­gen Abnehm­er­folg bei.

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Ohne gezielte Ernährung funktioniert Gewichtsverlust auch mit Krafttraining nicht dauerhaft

Grund­sätz­lich gilt: Wenn Sie Kör­per­ge­wicht ver­lie­ren möchten, müssen Sie mehr Kalo­rien ver­brau­chen, als Sie in Form von Nahrung zu sich nehmen. Dies errei­chen Sie durch ein Kalo­rien­de­fi­zit, das die Grund­lage für jede erfolg­rei­che Diät bildet. Unab­hän­gig davon, welche Art von Trai­ning Sie bevor­zu­gen, bleibt dieser Grund­satz ent­schei­dend. Beim Abneh­men mit Han­tel­trai­ning gibt es jedoch eine beson­dere Her­aus­for­de­rung: die Rege­ne­ra­tion der Mus­ku­la­tur nach den inten­si­ven Ein­hei­ten. Hier kommt eine gezielte Ernäh­rung ins Spiel, die Ihnen hilft, den Mus­kel­ab­bau zu ver­hin­dern und Ihre Mus­ku­la­tur während des Abnehm-Pro­zes­ses zu erhal­ten. Pro­te­ine spielen dabei eine zen­trale Rolle, da sie die Bau­steine für Muskeln sind und der Körper sie effi­zi­ent nutzt, um die Mus­ku­la­tur zu repa­rie­ren und zu erhal­ten.

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Ebenso wichtig ist, wann und was Sie rund um Ihre Han­tel­trai­nings­ein­hei­ten essen. Vor dem Trai­ning sollten Sie koh­len­hy­dratrei­che Nah­rungs­mit­tel zu sich nehmen, da Koh­len­hy­drate die wich­tigste Ener­gie­quelle für Ihre Mus­kel­zel­len sind. Sie ver­sor­gen die Muskeln mit der nötigen Energie, um das Kraft­trai­ning inten­siv und effek­tiv durch­zu­füh­ren. Ein leich­ter Snack wie eine Banane, etwa eine halbe Stunde vor der Trai­nings­ein­heit, eignet sich her­vor­ra­gend als Pre-Workout-Mahl­zeit. Nach dem Han­tel­trai­ning ist es ent­schei­dend, eine pro­te­in­rei­che Mahl­zeit zu sich zu nehmen, um die Muskeln zu rege­ne­rie­ren und zu erhal­ten. Neben spe­zi­el­len Pro­te­in­shakes oder ‑riegeln bieten auch Lebens­mit­tel wie Quark, Eier oder kör­ni­ger Frisch­käse hoch­wer­tige Eiweisse, die Ihren Körper optimal unter­stüt­zen.

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Abnehmen mit Hanteln und Cardio in Kombination

Wenn es ums Abneh­men geht, stellt sich oft die Frage, ob man lieber auf Aus­dauer- oder Kraft­trai­ning setzen sollte. Doch anstatt sich zwi­schen den beiden Trai­nings­me­tho­den zu ent­schei­den, bietet die Kom­bi­na­tion von Han­tel­trai­ning und Cardio den gröss­ten Nutzen. Beide Trai­nings­for­men ergän­zen sich ideal, um den Fett­ab­bau zu maxi­mie­ren. Während Kraft­sport den Grund­um­satz erhöht und die Mus­ku­la­tur erhält, fördert Cardio die Fett­ver­bren­nung und stei­gert den Kalo­rien­ver­brauch. Kraft­trai­ning allein ist äus­serst effek­tiv, um Muskeln zu erhal­ten und den Körper in einen Zustand zu ver­set­zen, in dem er auch im Ruhe­zu­stand mehr Kalo­rien ver­brennt. Doch um die Fett­ver­bren­nung weiter zu stei­gern und schnel­ler Gewicht zu ver­lie­ren, kommt Cardio ins Spiel.

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Es hilft, die Fett­re­ser­ven gezielt anzu­ge­hen und zusätz­lich Kalo­rien zu ver­bren­nen, beson­ders in den Erho­lungs­pha­sen nach den Trai­nings­ein­hei­ten. Cardio-Übungen sind ideal, um die Fett­ver­bren­nung zu fördern, ohne den Mus­kel­auf­bau zu beein­träch­ti­gen. Die Kom­bi­na­tion beider Trai­nings­ar­ten sorgt dafür, dass Sie von den Vor­tei­len beider Welten pro­fi­tie­ren: Mit Han­tel­trai­ning erhal­ten Sie Ihre Mus­ku­la­tur und stei­gern Ihren Grund­um­satz, während Sie mit Cardio die Kalo­rien­ver­bren­nung inten­si­vie­ren. Eine beson­ders effek­tive Methode ist HIIT (hoch­in­ten­si­ves Inter­vall­trai­ning), das Sie nach Ihrem Han­tel­trai­ning durch­füh­ren können. Durch die kurzen, inten­si­ven Belas­tungs­pha­sen von 20 bis 60 Sekun­den, die mit Erho­lungs­pha­sen abwech­seln, stei­gern Sie Ihren Kalo­rien­ver­brauch und fördern den Fett­ab­bau – und das noch lange nach dem Trai­ning.

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Effektive Übungen für Abnehmen mit Hanteln – Auch mit wenig Equipment

Für viele Übungen im Han­tel­trai­ning benö­ti­gen Sie nicht viel Aus­rüs­tung, und das macht es beson­ders einfach, auch zu Hause effek­tiv zu trai­nie­ren. Einige der effek­tivs­ten Übungen zum Abneh­men sind die soge­nann­ten Grund­übun­gen (com­pound exer­ci­ses), die mehrere Mus­kel­grup­pen gleich­zei­tig anspre­chen und so beson­ders effi­zi­ent für den Mus­kel­auf­bau und die Fett­ver­bren­nung sind. Dazu gehören:

Kniebeugen (Squats)

Knie­beu­gen (Squats) sind eine der besten Übungen, um Ihre Beine, den Po und den unteren Rücken zu stärken. Nor­ma­ler­weise führen Sie diese Übung mit einer Lang­han­tel durch, die auf den Schul­tern ruht. Wenn Sie keine Lang­han­tel und Han­tel­schei­ben haben, können Sie Knie­beu­gen auch mit Kurz­han­teln aus­füh­ren. Halten Sie jeweils eine Kurz­han­tel in jeder Hand an den Seiten oder, für eine zusätz­li­che Her­aus­for­de­rung, führen Sie die Übung als Goblet Squat aus. Bei der Goblet Squat-Vari­ante halten Sie eine Kurz­han­tel mit beiden Händen vor der Brust, die Ell­bo­gen zeigen nach unten. Senken Sie den Körper ab, indem Sie die Hüften nach hinten schie­ben und die Knie beugen, als wollten Sie sich auf einen Stuhl setzen. Achten Sie darauf, dass Ihr Rücken gerade bleibt und Ihr Gewicht auf den Fersen liegt. Wenn Ihre Ober­schen­kel par­al­lel zum Boden sind, drücken Sie sich kräftig durch die Fersen zurück in die Aus­gangs­po­si­tion. Diese Vari­ante akti­viert inten­siv die Ober­schen­kel (Quad­ri­ceps), den Po (Glutes) und die Waden­mus­ku­la­tur (Calves).

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Bankdrücken (Bench Press)

Bank­drü­cken ist eine klas­si­sche Übung, um die Brust­mus­ku­la­tur, Schul­tern und Arme zu stärken. Die Übung wird mit einer Lang­han­tel auf einer Han­tel­bank durch­ge­führt, da diese für die rich­tige Sta­bi­li­tät und Sicher­heit sorgt. Legen Sie sich flach auf die Bank, sodass Ihre Augen direkt unter der Hantel sind und Ihre Füsse fest auf dem Boden stehen. Greifen Sie die Lang­han­tel schul­ter­breit und heben Sie sie aus dem Rack. Senken Sie die Hantel kon­trol­liert bis zur Brust ab und drücken Sie sie dann explo­siv nach oben, bis Ihre Arme wieder gestreckt sind. Achten Sie darauf, dass Ihr Rücken stabil bleibt und Ihre Schul­tern während der Bewe­gung nicht hoch­zie­hen.

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Kreuzheben (Deadlifts)

Kreuz­he­ben ist eine der effek­tivs­ten Übungen, um den gesam­ten Körper zu stärken, beson­ders den unteren Rücken, die Ober­schen­kel und den Po. In der klas­si­schen Aus­füh­rung wird die Lang­han­tel vor den Füssen abge­legt. Stellen Sie sich schul­ter­breit hin, mit den Füssen unter der Han­tel­stange. Greifen Sie die Lang­han­tel mit beiden Händen, wobei die Arme ent­we­der schul­ter­breit oder etwas weiter aus­ein­an­der stehen, je nach Komfort. Achten Sie darauf, dass Ihr Rücken gerade und Ihre Hüften in einer neu­tra­len Posi­tion sind, bevor Sie mit der Bewe­gung begin­nen. Nun schie­ben Sie Ihre Hüften nach hinten, während Sie die Lang­han­tel mit einer kon­trol­lier­ten Bewe­gung entlang Ihrer Beine nach oben anheben. Die Hüften und die Brust sollten gleich­zei­tig nach oben kommen. Drücken Sie Ihre Hüften nach vorne, wenn die Lang­han­tel auf Hüft­höhe ist, und achten Sie darauf, dass Ihr Rücken während des gesam­ten Bewe­gungs­ab­laufs gerade bleibt. Senken Sie die Lang­han­tel­stange anschlies­send wieder kon­trol­liert zum Boden ab, indem Sie die Hüften zurück­schie­ben und die Knie leicht beugen.

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Langhantelrudern (Barbell Rows)

Lang­han­tel­ru­dern ist eine aus­ge­zeich­nete Übung, um die Rücken­mus­ku­la­tur, Schul­tern und Arme zu stärken. Um die Übung korrekt aus­zu­füh­ren, stellen Sie sich schul­ter­breit hin, mit leicht gebeug­ten Knien und einem Ober­kör­per, der sich nach vorne neigt, wobei Ihr Rücken während der gesam­ten Übung gerade bleibt. Die Lang­han­tel liegt vor Ihnen auf dem Boden. Greifen Sie die Lang­han­tel mit einem schul­ter­brei­ten Griff, wobei die Hand­flä­chen nach unten zeigen. Ziehen Sie nun die Lang­han­tel kon­trol­liert in Rich­tung Ihres Ober­kör­pers, sodass die Hantel Ihre Bauch­re­gion oder unteren Rippen erreicht. Die Ellen­bo­gen ziehen eng am Körper vorbei, während Sie die Schul­ter­blät­ter aktiv zusam­men­zie­hen. Achten Sie darauf, dass Ihr Ober­kör­per während des Ruderns stabil bleibt und sich nicht unnötig bewegt. Senken Sie die Hantel langsam und kon­trol­liert zurück in die Aus­gangs­po­si­tion und wie­der­ho­len Sie die Bewe­gung.

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Erholung und Regeneration

Neben dem Trai­ning selbst spielt auch die Rege­ne­ra­tion eine ent­schei­dende Rolle für den Erfolg. Über­las­ten Sie Ihre Mus­ku­la­tur durch zu häu­fi­ges Trai­ning ohne aus­rei­chende Erho­lungs­pha­sen, kann dies zu einem Verlust des Mus­kel­wachs­tums führen. Drei bis maximal vier Trai­nings­ein­hei­ten pro Woche, ver­teilt auf die ver­schie­de­nen Mus­kel­grup­pen, sind voll­kom­men aus­rei­chend, um das Abneh­men mit Hanteln lang­fris­tig zu sichern. Ergän­zen Sie diese Ein­hei­ten mit Cardio, um den Fett­ab­bau weiter zu fördern.

Langfristige Motivation und Anpassung des Trainingsplans

Um die Moti­va­tion auf­recht­zu­er­hal­ten, sollten Sie mit ein­fa­chen Kom­bi­na­tio­nen von Kraft­trai­ning und Cardio begin­nen. So können Sie Ihre Ziele leich­ter errei­chen und die Freude am Trai­ning bewah­ren. Mit zuneh­men­der Erfah­rung können Sie Ihr Trai­nings­pro­gramm nach und nach erwei­tern und kom­ple­xere Übungen ein­bauen, um neue Reize zu setzen und das Mus­kel­wachs­tum weiter zu fördern.

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Wann ist der beste Zeitpunkt für die Trainingseinheiten?

Der ideale Zeit­punkt für Ihr Han­tel­trai­ning hängt ganz von Ihren per­sön­li­chen Vor­lie­ben und Ihrem Tages­ab­lauf ab. Während einige lieber morgens trai­nie­ren, nutzen andere das Han­tel­trai­ning abends, um den Stress des Tages abzu­bauen. Finden Sie heraus, was am besten zu Ihnen passt, und gestal­ten Sie Ihre Trai­nings­ein­hei­ten so, dass es lang­fris­tig zu Ihrem Lebens­stil und Ihren Zielen passt.