HYROX-Training: Übungen, Vorbereitung und das richtige Equipment

26. März 2026 | Functional

HYROX zählt zu den gröss­ten Hybrid-Fitness-Wett­kampf­for­ma­ten der Welt. Acht Sta­tio­nen. Acht Kilo­me­ter Laufen. Volle Power. Das HYROX-Trai­ning kom­bi­niert funk­tio­nel­les Kraft­trai­ning mit Inter­vall­trai­ning und klas­si­schen Aus­dau­er­ele­men­ten. Im Guide zeigen wir Ihnen, mit welchen Übungen und pas­sen­dem Equip­ment Sie Ihr Trai­ning struk­tu­rie­ren, Kraft und Aus­dauer gezielt ver­bes­sern und mit einem durch­dach­ten Trai­nings­plan auf das Race vor­be­rei­ten können.

Was ist HYROX?

Der Name HYROX setzt sich aus den Wörtern „Hybrid“ und „Rock­star“ zusam­men. Dahin­ter steckt eine klare Idee: eine Sport­art, die funk­tio­nel­les Kraft­trai­ning, hoch­in­ten­si­ves Inter­vall­trai­ning und klas­si­schem Aus­dau­er­sport unter einem Dach vereint. Ent­wi­ckelt wurde HYROX 2017 in Hamburg von Hockey-Olym­pia­sie­ger Moritz Fürste und seinen Geschäfts­part­nern. Mitt­ler­weile finden HYROX-Events welt­weit statt – in grossen Indoor­hal­len, von Hamburg über Genf bis Tokio.

Das Format ist simpel: Acht Kilo­me­ter Laufen, auf­ge­teilt in acht Abschnitte von je einem Kilo­me­ter. Nach jedem Lauf­ki­lo­me­ter folgt eine Workout-Station. Jedes Race hat die­sel­ben Dis­zi­pli­nen, die­selbe Rei­hen­folge der Sta­tio­nen – welt­weit. Das erlaubt den Teil­neh­men­den, die eigene Zeit von Event zu Event direkt zu ver­glei­chen.

Wer beim Wett­kampf gut abschnei­den will, braucht Kraft und Aus­dauer in aus­ge­wo­ge­nem Mass. Weder reine Läu­fe­rin­nen noch klas­si­sche Kraft­sport­ler haben auto­ma­tisch einen Vorteil. Das ist der Grund, warum das Hybrid-Fitness-Format so viele Men­schen aus ganz unter­schied­li­chen Sport­rich­tun­gen anspricht.

Für wen ist HYROX geeignet?

HYROX wird von seinen Grün­dern als „Sport for Ever­y­body“ ver­mark­tet. Da die Übungen keine kom­ple­xen Bewe­gungs­fer­tig­kei­ten erfor­dern und kein Zeit­li­mit gilt, kann grund­sätz­lich jeder mit aus­rei­chen­der Grund­fit­ness mit­ma­chen. Teil­neh­men darf, wer min­des­tens 16 Jahre alt ist. Nach oben gibt es kaum eine Grenze: Alters­grup­pen reichen bis in die Kate­go­rie 70+.

Konkret spricht der hybride Wett­kampf diese Gruppen an:

  • Fit­ness­stu­dio-Aktive, die nach einem kon­kre­ten Wett­kampf­ziel suchen und ihr Trai­ning struk­tu­rier­ter gestal­ten wollen.
  • Läu­fe­rin­nen und Läufer, die ihre Kraft­de­fi­zite gezielt angehen möchten – und umge­kehrt Kraft­sport­ler und ‑sport­le­rin­nen, die mehr Aus­dauer auf­bauen wollen.
  • Fans von Cross- und Func­tional-Trai­ning, für die HYROX eine natür­li­che Erwei­te­rung ist: ver­traute Bewe­gun­gen, aber stan­dar­di­sier­tes Wett­kampf­for­mat.
  • Senio­ren und Senio­rin­nen, die kör­per­lich aktiv und wett­kampf­mo­ti­viert sind. Der Wett­kampf bietet eigene Alters­klas­sen ab 40 auf­wärts, sodass der Ver­gleich inner­halb der glei­chen Alters­gruppe fair bleibt.
  • Ein­stei­ger mit Grund­kon­di­tion, die einen ersten struk­tu­rier­ten Wett­kampf suchen. Das Format ver­zich­tet bewusst auf olym­pi­sche Gewicht­he­be­tech­ni­ken oder kom­plexe Turn­ele­mente.
  • Teams und Paare, die gemein­sam antre­ten möchten – in den Kate­go­rien Doubles (zu zweit) oder Relay (zu viert).
HYROX Wettkampf zu zweit als Team beschreiten

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HYROX-Übungen: Die 8 Stationen im Überblick

Wer die ein­zel­nen Sta­tio­nen kennt, trai­niert geziel­ter und weiss, wo per­sön­li­che Schwä­chen zeit­lich und kraft­tech­nisch aus­ge­gli­chen werden müssen. Wir zeigen Ihnen alle acht HYROX Dis­zi­pli­nen und welche Kör­per­re­gio­nen dabei gezielt trai­niert werden:

  • SkiErg: 1000 Meter Zug­be­we­gung an der Ski­ma­schine mit dem Fokus auf Schul­tern, Rumpf und oberer Rücken. Das Tempo auf dieser Station hängt stark von der Aus­dau­er­leis­tung ab.
  • Sled Push: Den Gewichts­schlit­ten 50 Meter vor­wärts schie­ben. Ober­schen­kel und Gesäss über­neh­men die Haupt­ar­beit, der Rumpf muss dabei stabil bleiben.
  • Sled Pull: Den Schlit­ten 50 Meter rück­wärts ziehen. Belas­tet vor allem die hintere Ober­schen­kel­mus­ku­la­tur und den Rücken.
  • Burpee Broad Jumps: Hin­le­gen, auf­sprin­gen, weit nach vorne sprin­gen – 80 Meter am Stück. Koor­di­na­tiv und kon­di­tio­nell eine der här­tes­ten Sta­tio­nen des gesam­ten Wett­kampfs.
  • Rowing/Ruderergometer: Das Ruder­ge­rät ist tech­nisch anspruchs­voll. Wer die Bewe­gung nicht beherrscht, ver­liert hier viel Zeit. Bei 1000 Meter rudern sind Griff­kraft und Aus­dauer glei­cher­mas­sen gefor­dert.
  • Farmer’s Carry: An jeder Hand eine schwere Kett­le­bell über 200 Meter tragen. Griff­kraft, Schul­tern und Core-Sta­bi­li­tät werden über die gesamte Distanz bean­sprucht.
  • Sandbag Lunges: Aus­fall­schritte mit einem Power Bag auf den Schul­tern, 100 Meter lang. Ober­schen­kel und Gesäss arbei­ten unter anhal­ten­der Last.
  • Wall Balls: Den sog­nann­ten Wall Ball – als Medi­zin­ball bekannt – aus der Hocke 75- bis 100-mal gegen eine Wand­mar­kie­rung werfen. Als letzte Station eines langen Wett­kampfs zählt diese Übung zu den gröss­ten men­ta­len Her­aus­for­de­run­gen.
Gruppe trainiert Wall Balls

Slam Balls

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Worauf liegt beim Hybrid-Training der Fokus?

Viele, die mit dem HYROX Trai­ning begin­nen, merken schnell: Wer nur läuft, bricht an den Sta­tio­nen ein. Wer nur Kraft hat, leidet auf den Lauf­ki­lo­me­tern. Für die Vor­be­rei­tung bedeu­tet das, gezielt an den Fähig­kei­ten zu arbei­ten, die im Wett­kampf limi­tie­ren.

Den gröss­ten Ein­fluss auf die Lauf­leis­tung hat die VO₂max, also die maxi­male Sau­er­stoff­auf­nahme des Körpers. Je höher sie ist, desto schnel­ler erholt sich der Körper zwi­schen den Sta­tio­nen und desto mehr Kapa­zi­tät bleibt für die nächste Work­out­zone. Ver­bes­sern lässt sie sich vor allem durch regel­mäs­si­ges Inter­vall­trai­ning. Doch selbst wer gut läuft, merkt spä­tes­tens beim Sled Pull oder den 100 Sandbag Lunges, dass es dort nicht um einen ein­zel­nen Kraft­ef­fort geht, sondern um Kraft­aus­dauer: die Fähig­keit, unter Dau­er­be­las­tung gleich­mäs­sig Leis­tung abzu­ru­fen.

Hinzu kommt die explo­sive Schnell­kraft, die bei den Burpee Broad Jumps und jedem Antritt aus der Knie­beuge gefragt ist. Griff­kraft wird dabei oft unter­schätzt, ist aber beim Farmer’s Carry und auf dem Ruder­ge­rät über den gesam­ten Wett­kampf präsent. All das hält nur zusam­men, wenn die Core-Sta­bi­li­tät stimmt. Eine schwa­che Kör­per­mitte zeigt sich beim Sled Push genauso wie am SkiErg und kostet über viele Wie­der­ho­lun­gen messbar Zeit.

HYROX-Trainingsplan richtig aufbauen

Frau trainiert Sels Push als Vorbereitung für HYROX

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Ein guter HYROX-Trai­nings­plan basiert auf vier Säulen: Laufen, sta­ti­ons­spe­zi­fi­sches Trai­ning, gezielte Kraft­ar­beit – und nicht zu ver­ges­sen: Mobi­lity und Rege­ne­ra­tion. Drei Trai­nings­ein­hei­ten pro Woche sind für die meisten Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger aus­rei­chend. Bauen Sie zudem Zeiten für Mobi­li­tät und Rege­ne­ra­tion ein – nur so machen Sie schnelle Fort­schritte. Das Trai­ning sollte von Anfang an die Struk­tur des Wett­kampfs wider­spie­gelt: Lauf­ab­schnitte und Kraft­sta­tio­nen wech­seln sich ab. Kom­bi­nie­ren Sie beide Belas­tun­gen regel­mäs­sig mit­ein­an­der.

Einheit 1: Laufen kombiniert mit Stationsarbeit

Diese Einheit bildet das Herz­stück der Vor­be­rei­tung. Nach zwei bis drei Kilo­me­tern locke­rem Ein­lau­fen folgen mehrere Runden aus Lauf­ab­schnit­ten und einer Station. Ein Bei­spiel: ein Kilo­me­ter laufen, danach Lunges oder Wall Balls, anschlies­send wieder laufen. Bei diesem Wech­sel­prin­zip lernt der Körper genau das, was im Wett­kampf ver­langt wird: direkt nach einem Lauf­ki­lo­me­ter in eine Kraft­übung wech­seln, ohne dass der Puls voll­stän­dig sinkt. Typi­sche Übungen für diese Einheit sind Wall Balls, Farmer’s Carry, Burpees oder Sandbag Lunges.

Einheit 2: Functional Training und Grundkraft

Hier liegt der Fokus auf funk­tio­nale Übungen wie Sled Push, Sled Pull, Sandbag Lunges und Wall Balls. Ergän­zend eignen sich Farmer’s Carry mit Kett­le­bells oder Kurz­han­teln, um Griff­kraft und Rumpf­sta­bi­li­tät zu trai­nie­ren. Zusätz­lich sollten klas­si­sche Grund­übun­gen inte­griert werden – etwa Knie­beu­gen, Kreuz­he­ben oder Schul­ter­drü­cken. Sie stärken die grossen Mus­kel­grup­pen, die später beim Schlit­ten oder bei den Lunges arbei­ten müssen. Sie trai­nie­ren im Home Gym? Viele dieser Bewe­gun­gen können Sie mit Kett­le­bells, Power Bags oder einer Kraft­sta­tion abbil­den.

Frau macht Lunges mit einem Sandbag auf den Schultern

Power Bags

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Einheit 3: Intervalltraining für die Laufleistung

Im Wett­kampf sum­mie­ren sich die Lauf­stre­cken auf acht Kilo­me­ter. Inter­vall­trai­ning ver­bes­sert die Lauf­öko­no­mie und erhöht die Fähig­keit, mit hohem Puls wei­ter­zu­ar­bei­ten. Eine typi­sche Einheit besteht aus sechs bis acht Wie­der­ho­lun­gen à 400 Meter mit kurzen Pausen.

Alter­na­tiv können längere Inter­valle von 800 Metern oder einem Kilo­me­ter gelau­fen werden. Auch Kom­bi­na­tio­nen aus Ruder­trai­ning und kurzen Kraft­übun­gen funk­tio­nie­ren gut, weil sie eben­falls die Herz-Kreis­lauf-Belas­tung stei­gern und die Lak­tat­to­le­ranz ver­bes­sern.

Rudern auf Rudergerät als Ausdauertraining

Rudergeräte

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Einheit 4: Mobility und Regeneration

Eine zusätz­li­che, eher leichte Einheit kann sich ganz auf Balance und Sta­bi­li­tät kon­zen­trie­ren. Das hybride Trai­ning bean­sprucht vor allem Hüfte, Sprung­ge­lenke und Schul­tern stark. Mobi­li­täts­übun­gen für diese Berei­che helfen, die Bewe­gun­gen sauber aus­zu­füh­ren und Über­las­tun­gen vor­zu­beu­gen. Ergän­zend stärken Planks, Dead Bugs oder Rota­ti­ons­übun­gen mit Fit­ness­bän­dern die Kör­per­mitte. Eine stabile Rumpf­mus­ku­la­tur sorgt dafür, dass Kraft effi­zi­ent über­tra­gen wird, zum Bei­spiel beim Schlit­ten schie­ben oder bei den Aus­fall­schrit­ten mit dem Power Bag. Emp­feh­lens­wert ist auch Fas­zi­en­ar­beit mit Mas­sa­ge­rol­lern oder Yoga, um den Körper best­mög­lich zu rege­ne­rie­ren.

Ins­ge­samt ent­steht so ein Trai­nings­plan, der die wich­tigs­ten Anfor­de­run­gen des Wett­kampfs abdeckt: eine solide Lauf­ba­sis, Kraft­aus­dauer für die Sta­tio­nen und die Fähig­keit, beides unter hoher Belas­tung mit­ein­an­der zu ver­bin­den. 

Equipment: Was Sie für das HYROX Training brauchen

Im Wett­kampf steht alles bereit. Im Trai­ning geht es darum, die Bewe­gun­gen zu ver­in­ner­li­chen und die kör­per­li­che Belas­tung zu simu­lie­ren. Für ein effek­ti­ves Hyrox-Trai­ning zu Hause oder im Fit­ness­stu­dio emp­fiehlt sich fol­gen­des Equip­ment:

  • Ruder­ge­rät: Für die Rowing-Station unver­zicht­bar. Regel­mäs­si­ges Trai­ning ver­bes­sert Technik, Aus­dauer und Griff­kraft gleich­zei­tig.
  • Kett­le­bells: Einer der viel­sei­tigs­ten Trai­nings­be­glei­ter über­haupt. Farmer’s Carry, Swings, Goblet Squats — alles möglich, wenig Platz­be­darf.
  • Sand­bags: Für die Lunge-Station und für funk­tio­nale Kraft­ar­beit unter insta­bi­len Bedin­gun­gen.
  • Medizinbälle/Wall Balls: Für die Wall-Ball-Station brau­chen Sie einen geeig­ne­ten Ball und genug Decken­höhe. Im Fit­ness­stu­dio ist das am ein­fachs­ten umsetz­bar.
  • Gewichts­weste: Inten­si­viert Lauf- und Lun­ge­übun­gen und ist eine prak­ti­sche Alter­na­tive, wenn kein Zug­schlit­ten im Home-Gym möglich ist.
  • Battle Ropes: Optio­nal, aber wirksam für die Schul­ter- und Rumpf­aus­dauer, die Sie beson­ders beim SkiErg brau­chen.

Frau hält in jeder Hand eine 16 kg Kettlebell und macht die HYROX-Übung Farmer's Carry

Kettlebells

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Wer gezielt mit ori­gi­na­lem HYROX-Equip­ment zu Hause trai­nie­ren möchte, findet bei isports die rich­tige Anlauf­stelle: Als exklu­si­ver Ver­triebs­part­ner für HYROX-Pro­dukte in der Schweiz und Liech­ten­stein hat isports das gesamte Sor­ti­ment direkt am Lager in Lupfig — in der Nähe von Baden, Zürich, Basel, Bern, Luzern und Zug. Wer das Equip­ment vor dem Kauf in der Hand halten möchte, kann es im isports Show­room vor Ort in Lupfig besich­ti­gen, testen und sich per­sön­lich beraten lassen.

5 typische Fehler beim HYROX-Training

Beim ersten hybri­den Rennen machen viele Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger ähn­li­che Fehler. Das liegt weniger an man­geln­der Fitness als daran, dass die Belas­tung unge­wohnt kom­bi­niert ist. Wer diese typi­schen Stol­per­steine kennt, kann sie im Trai­ning gezielt ver­mei­den.

1. Zu viel Fokus auf Kraft – zu wenig Lauftraining

Viele kommen aus dem Func­tional Trai­ning oder aus dem Kraft­sport und fühlen sich bei Übungen wie Lunges oder Farmer’s Walk sofort wohl. Ent­spre­chend ver­brin­gen sie viel Zeit mit Kraft­zir­keln und laufen deut­lich weniger, als es im Wett­kampf not­wen­dig wäre. Das Problem: Im Rennen sum­mie­ren sich die Lauf­ab­schnitte auf acht Kilo­me­ter. Wenn die Lauf­öko­no­mie fehlt, steigt der Puls nach wenigen Kilo­me­tern stark an, und selbst ein­fa­che Sta­tio­nen fühlen sich plötz­lich extrem schwer an. In der Vor­be­rei­tung sollte deshalb ein erheb­li­cher Teil des Trai­nings tat­säch­lich aus Laufen bestehen – idea­ler­weise auch in Kom­bi­na­tion mit Übungen, damit sich der Körper an den Wechsel gewöhnt.

2. Kraftübungen isoliert trainieren

Ein häu­fi­ger Fehler ist, die Übungen einzeln zu trai­nie­ren: zuerst Wall Balls, dann später Lunges, danach viel­leicht Farmer’s Carry. Das ver­bes­sert zwar die Technik, berei­tet aber nur begrenzt auf die Wett­kampf­si­tua­tion vor. Im Rennen folgen die Sta­tio­nen immer auf einen Lauf­ab­schnitt. Wer diese Kom­bi­na­tion nicht trai­niert, erlebt einen deut­li­chen Leis­tungs­ab­fall, weil der Körper den Wechsel nicht kennt. Deshalb sollte ein Teil der Ein­hei­ten immer aus Wech­sel­for­ma­ten bestehen – etwa ein Kilo­me­ter laufen, danach eine Station, dann wieder laufen. Genau diese Struk­tur ist ent­schei­dend, um das Wett­kampf­ge­fühl zu simu­lie­ren.

3. Zu hohe Intensität im Training

Klar ist: Das hybride Fitness-Event ist inten­siv. Viele trai­nie­ren deshalb jede Einheit am Limit. Das führt jedoch schnell zu Über­las­tung oder sta­gnie­ren­den Fort­schrit­ten. Effek­ti­ver ist eine Mischung aus inten­si­ven Ein­hei­ten und ruhi­ge­ren Trai­nings­for­men. Dau­er­läufe, Tech­nik­trai­ning und mode­ra­tes Kraft­trai­ning bilden die Basis. Erst darauf bauen inten­si­vere Inter­vall- oder Kom­bi­na­ti­ons­work­outs auf. Wer nicht jede Einheit maximal hart absol­viert, kann lang­fris­tig mehr Trai­nings­vo­lu­men auf­bauen und erholt sich besser.

4. Griffkraft und Rumpfstabilität unterschätzen

Im Wett­kampf arbei­ten Unter­arme und Rumpf nahezu ständig. Wenn diese Berei­che nicht aus­rei­chend trai­niert sind, ermüdet die Mus­ku­la­tur früh­zei­tig. Das führt dazu, dass selbst leichte Gewichte schwer wirken. Regel­mäs­sige Farmer’s Walks, sta­ti­sche Hal­te­übun­gen oder Planks helfen, die not­wen­dige Sta­bi­li­tät auf­zu­bauen.

5. Zu wenig Mobility und Technikarbeit

Viele Bewe­gun­gen ver­lan­gen eine saubere Technik, zum Bei­spiel bei Aus­fall­schrit­ten mit dem Sandbag auf den Schul­tern oder bei Wall Balls, wo der Squat tief gehen muss. Ein­ge­schränkte Hüft- oder Sprung­ge­lenks­be­weg­lich­keit kann dazu führen, dass Bewe­gun­gen inef­fi­zi­ent werden und unnötig Energie kosten. Kurze Mobi­li­täts­rou­ti­nen vor dem Trai­ning ver­bes­sern die Bewe­gungs­qua­li­tät und helfen, Ver­let­zun­gen vor­zu­beu­gen.

Erleben Sie den Spirit von Hybrid-Fitness

Was HYROX von vielen anderen Sport­for­ma­ten unter­schei­det, ist die Atmo­sphäre an den Events. Grosse Start­fel­der, lautes Publi­kum und eine Gemein­schaft aus Men­schen, die das­selbe durch­ma­chen. Auch wer nicht aufs Podest zielt, erlebt das Rennen als inten­si­ves Erleb­nis – und kommt meis­tens mit einem klaren Trai­nings­plan für das nächste Race zurück.

Der erste Schritt ist das Ein­fachste: Fangen Sie an zu laufen. Und arbei­ten Sie von da aus sys­te­ma­tisch die HYROX-Übungen in Ihr Trai­ning ein. Mit einem klaren Plan, dem rich­ti­gen Equip­ment für das Home-Gym und etwas Geduld steht der Anmel­dung zum ersten HYROX-Wett­kampf nichts mehr im Weg.

Mann läuft auf Hyrox Perform Tread Laufband

Häufige Fragen rundum HYROX

Wo liegt der Unterschied zwischen HYROX und CrossFit?

Cross­Fit arbei­tet mit wech­seln­den Work­outs und setzt häufig auf tech­nisch anspruchs­volle Übungen wie olym­pi­sches Gewicht­he­ben oder Turn­ele­mente. Bei HYROX sind es immer die­sel­ben acht Sta­tio­nen, welt­weit und für jedes Event iden­tisch. Die Events finden aus­schliess­lich in grossen Indoor-Hallen statt und dauern je nach Ath­le­ten­le­vel im Schnitt 50 bis 120 Minuten. Cross­Fit-Wett­kämpfe sind meist kürzer und inten­si­ver – etwa 20 bis 40 Minuten.

Wie viel kostet die Teilnahme beim HYROX Race?

In Deutsch­land und Öster­reich liegt die Start­ge­bühr für Ein­zel­star­ter meist zwi­schen 80 und 130 CHF, je nach Event, Level („Pro“ oder „Open“) und Buchungs­zeit­punkt. Wer früh bucht, zahlt weniger. Für Doubles-Teams liegen die Gebüh­ren zwi­schen 105 und 180 CHF. Zusätz­lich zur Start­ge­bühr können Kosten für das optio­nale Flex Add-On, Anreise, Unter­kunft und Aus­rüs­tung anfal­len.

Was ist eine gute Zeit bei HYROX?

Der Durch­schnitt liegt bei rund 90 Minuten für Männer und etwa 95 bis 100 Minuten für Frauen in der Open-Divi­sion. Erst­ma­lige Teil­neh­mende beenden den Wett­kampf typi­scher­weise zwi­schen 75 und 95 Minuten (Männer) bezie­hungs­weise 85 und 105 Minuten (Frauen). Gut Trai­nierte kommen bei den Männern auf 65 bis 80 Minuten, bei den Frauen auf 75 bis 90 Minuten. Die Welt­spitze liegt bei rund 50 bis 56 Minuten. Ein offi­zi­el­les Zeit­li­mit gibt es nicht. Jeder darf ins Ziel.

Ist HYROX für Anfänger geeignet?

Das Event setzt keine Wett­kampf­erfah­run­gen voraus und ver­zich­tet bewusst auf tech­nisch schwie­rige Übungen. Wer eine solide Grund­kon­di­tion mit­bringt und sich drei bis vier Monate struk­tu­riert vor­be­rei­tet, kann ein Rennen beenden. Wer unsi­cher ist, ob das eigene Fit­ness­le­vel aus­reicht, kann an einem der kos­ten­lo­sen Phy­si­cal Fitness Tests (PFT) teil­neh­men, die HYROX regel­mäs­sig anbie­tet. Für den Ein­stieg eignet sich aus­ser­dem die Doubles- oder Relay-Kate­go­rie: Im Zwei­er­team lauft ihr gemein­sam, könnt euch die Sta­tio­nen aber auf­tei­len. Weniger Gesamt­vo­lu­men, gleiche Atmo­sphäre.

Kann man mit dem HYROX Training Muskeln aufbauen?

Das hybride Trai­ning stärkt vor allem die Kraft­aus­dauer. Übungen wie Sled Push, Lunges oder Farmer’s Walk belas­ten Beine, Gesäss, Rücken und Schul­tern regel­mäs­sig und inten­siv. Diese Mus­kel­grup­pen werden dadurch kräf­ti­ger und wider­stands­fä­hi­ger. Für klas­si­schen Mus­kel­auf­bau im Sinne von Hyper­tro­phie reicht das Trai­ning allein nicht aus. Dafür braucht es höhere Gewichte, kürzere Wie­der­ho­lungs­be­rei­che und gezielte Rege­ne­ra­ti­ons­pha­sen. Wer beides anstrebt, kom­bi­niert die Vor­be­rei­tung sinn­voll mit zwei bis drei klas­si­schen Kraft­ein­hei­ten pro Woche. Die beiden Trai­nings­for­men ergän­zen sich dabei sehr gut.